English

Herbst in Wien: 15 schöne Dinge, die du erleben kannst


Der Herbst ist für mich neben dem Frühling meine liebste Jahreszeit in Wien. Ich mag es, wenn es endlich ein bisschen kühler ist, aber trotzdem noch warm genug, um angenehm Zeit im Freien zu verbringen. Die bunten Blätter, Spaziergänge durch Parks und Weinberge, Café-Besuche, Kürbisse, Zimtschnecken und Ausflüge, genau das ist Herbst für mich. Und ich finde, es ist eine richtig schöne Zeit, um Wien zu erleben.

Du möchtest Wien im Herbst besuchen oder brauchst ein paar neue Ideen für die nächsten Wochenenden? Dann habe ich hier einige meiner liebsten Ideen für den Herbst für dich gesammelt und es würde mich sehr freuen, wenn du ein paar neue Lieblingsplätze und Aktivitäten findest, die deinen Herbst in Wien noch ein bisschen schöner machen.

1. Die Kürbishöfe rund um Wien

Kürbisse und Herbst gehören für mich einfach zusammen und deshalb freue ich mich immer schon so darauf, die Kürbishöfe rund um Wien zu besuchen. Dort findest du Kürbisse in allen möglichen Größen, Formen und Farben, kannst durch die Höfe spazieren und natürlich auch jede Menge Fotos machen. Und danach kann ich es dann jedes Mal kaum erwarten, die Wohnung mit Kürbissen herbstlich zu dekorieren und neue Kürbisrezepte auszuprobieren.

Meine 3 liebsten Kürbishöfe rund um Wien:

1. Kürbishof Franzlbauer
Haselbacherstraße 39, 3414 Hintersdorf (ca. 20 Minuten von der Wiener Stadtgrenze entfernt)
Eintritt frei
5. September bis 31. Oktober 2026: täglich 9 – 19 Uhr

2. Kürbishof Wunderlich
Ahragartensiedlung zwischen Stockerau und Hausleiten
Mo – Fr: Erwachsene: 6 € / Kinder (4 – 14 Jahre): 4 €
Sa & So: Erwachsene: 10 € – 13 € (je nach Termin) / Kinder (4 – 14 Jahre): 6 €
bis 26. Oktober: täglich 9 – 18 Uhr
27. Oktober bis 1. November: täglich 9 – 17 Uhr

3. Kürbisranch Asperhofen
Johannesgasse 9, 3041 Asperhofen
Eintritt frei
15. September bis 31. Oktober: täglich 9 – 19 Uhr

MEIN TIPP: Ich habe den Kürbishöfen übrigens einen eigenen ausführlichen Artikel gewidmet. Dort stelle ich dir die drei Höfe noch genauer vor und verrate dir alles, was du für deinen Besuch wissen musst, von Öffnungszeiten und Eintrittspreisen bis hin zu meinen persönlichen Tipps.

2. Herbstliche Stimmung im Setagayapark

Der Setagayapark ist im Frühling einer meiner liebsten Orte in Wien, aber auch im Herbst schaue ich immer gerne vorbei. Mit den kräftigen roten und gelben Blättern sieht es hier im Herbst einfach wunderschön aus. Wenn man zur richtigen Zeit kommt, ist es richtig idyllisch: der Teich, die kleine Brücke, das Teehaus (das allerdings nicht betrieben wird) und natürlich die schön gefärbten Bäume.

Viel Zeit braucht man für den Setagayapark allerdings nicht. Er ist wirklich klein und in ein paar Minuten ist man einmal durchspaziert. Es gibt ein paar Bänke, aber sonst eigentlich nicht viel. Für mich ist das aber genau das Schöne daran. Ich setze mich gerne einfach ein bisschen hin, schaue auf den Teich und genieße die Ruhe. Und ein paar Fotos müssen bei dieser Kulisse natürlich auch noch sein.

Am Wochenende kann es vor allem am Nachmittag ziemlich voll werden und dann ist es mit der idyllischen Stimmung leider schnell vorbei. Wenn du kannst, würde ich deshalb eher unter der Woche kommen, aber auch am Wochenende ist es in der Früh meistens noch relativ ruhig.

ÖFFNUNGSZEITEN:
1. März – 30. November,
Oktober: täglich 7 – 19 Uhr
November: täglich 7 – 17 Uhr
ab 1. Dezember bis 28. Februar geschlossen
EINTRITT:
gratis
ADRESSE:
Hohe Warte 8, 1190 Wien
ANREISE:
Straßenbahn 37 bis Barawitzkagasse, Hohe Warte

MEIN TIPP: Wenn du schon in der Gegend bist, kannst du den Setagayapark mit einem Ausflug zum Kahlenberg verbinden. Von dort kannst du anschließend durch die herbstlichen Weinberge spazieren. Mehr dazu findest du bei Punkt Nr. 6 weiter unten.

3. Unter Kastanien durch den Grünen Prater

Wenn du an den Prater denkst, kommt dir wahrscheinlich zuerst der Vergnügungspark in den Sinn. Aber direkt daneben liegt der Grüne Prater und im Herbst, wenn die tausenden Kastanienbäume entlang der Prater Hauptallee sich langsam gelb und braun verfärben, gehe ich hier richtig gerne spazieren.

Die Prater Hauptallee zieht sich über fast 4,5 Kilometer vom Praterstern bis zum Lusthaus. Ich biege beim Spazieren aber auch gerne einmal von der Hauptallee auf einen der kleineren Wege ab. Dort wird es gleich viel ruhiger und zwischen den Wiesen und Bäumen fühlt es sich plötzlich gar nicht mehr nach Wien an. Und wenn du früh am Morgen hier unterwegs bist, kannst du mit etwas Glück sogar Rehe oder andere Tiere entdecken. Dabei bist du mit der U1 nur drei Stationen vom Stephansplatz entfernt.

MEIN TIPP: Wenn du noch mehr als „nur“ spazieren gehen möchtest, kannst du dir z.B. beim Radverleih Hochschaubahn im Wurstelprater, ungefähr auf Höhe des Schweizerhauses, ein Fahrrad oder eine der witzigen Rikschas ausleihen. Es gibt auch WienMobil Rad Stationen in der Nähe (am Praterstern ggü. Nr. 9 und auf der Ausstellungsstraße 4). Außerdem gibt es mehrere Spielplätze und einen Skate- und BMX-Park. Und wenn du nicht die ganze Hauptallee zu Fuß zurücklegen möchtest, kannst du auch mit der Liliputbahn durch den Prater fahren.

Wenn ich schon einmal in der Gegend bin, fahre ich auch gerne noch mit einer der Attraktionen im Wurstelprater. Mein Favorit ist der Praterturm, das riesige Kettenkarussell. Und direkt daneben befindet sich mit dem Ponykarussell auch noch ein schönes, etwas außergewöhnliches Lokal.

4. Auf Entdeckungstour am Zentralfriedhof

Ein Friedhof als Ausflugstipp? Klingt im ersten Moment vielleicht ein bisschen ungewöhnlich, aber lass dich davon nicht abschrecken, der Zentralfriedhof ist einer der Orte in Wien, die ich im Herbst besonders gerne mag. Ich starte am liebsten beim alten Teil des Friedhofs bei Tor 1 und das am besten gleich in der Früh. Dann ist die Stimmung zwischen den alten, teilweise schon verfallenen Gräbern und den bunten Blättern fast ein bisschen mystisch.

MEIN TIPP: Ich würde dir auch empfehlen, einmal von den großen Wegen abzubiegen, dabei entdeckt man immer wieder besondere Grabmäler, alte Inschriften und kleine Details und mit etwas Glück kannst du dabei sogar einem der tierischen Bewohner des Friedhofs, wie Rehen oder Hamstern, begegnen.

Vom alten Friedhof aus gehe ich meistens weiter Richtung Friedhofskirche „Zum Heiligen Borromäus“. Ich finde sie sowohl von außen als auch von innen wirklich sehenswert. Danach kannst du noch bei den Ehrengräbern vorbeischauen. Hier liegen unter anderem Beethoven, Johann Strauß, Schubert, Falco und Udo Jürgens. Ich schaue mir dabei besonders gerne die teilweise ziemlich prunkvollen und ungewöhnlichen Grabmäler an. Einige davon sind für mich schon fast Kunstwerke. Weiter Richtung Tor 2 solltest du dir unbedingt auch die Alten Arkaden ansehen. Der Blick durch die Arkaden auf die herbstlichen Bäume ist dort besonders schön.

MEIN TIPP: Direkt bei Tor 2 liegt ideal für eine kleine Pause die Kurkonditorei Oberlaa. Die Torten dort sind wirklich gut. Ich esse am liebsten die Mousse-au-Chocolate-Torte oder die Trüffeltorte.

Und keine Sorge: Du musst den riesigen Zentralfriedhof nicht unbedingt komplett zu Fuß erkunden. Durch das Gelände fährt eine eigene Buslinie, außerdem kannst du hier Rad fahren (es gibt bei Tor 2 E-Bikes zum Ausleihen: 5 €/1. Stunde, 2,50 € jede weitere Stunde) oder eine der beiden Laufstrecken nutzen. Wenn du mehr über den Friedhof und seine Geschichte erfahren möchtest, gibt es auch den Audio Guide „Friedhof to go“ für 8,40 €.

5. Das Kürbisfest am Himmel

Bevor der Oktober zu Ende geht, findet jedes Jahr am Himmel das traditionelle Kürbisfest statt. Am Himmel in Döbling ist mit der großen Wiese, dem Lebensbaumkreis und dem Spielplatz für Kinder ja sowieso ein schöner Ausflugsort. Beim Kürbisfest gibt es dann noch ein bisschen mehr zu entdecken.

Zum Beispiel kann man sich vor Ort seinen Kürbis aussuchen und ihn anschließend gleich dort schnitzen. Gerade kurz vor Halloween finde ich das richtig nett, weil das zu Hause oft doch ein bisschen unpraktisch ist. Es gibt hier immer eine große Auswahl an verschiedenen Kürbissen. Beim Kürbis-Bauernmarkt dreht sich alles um regionale Schmankerl. Es gibt verschiedene Speisen und Getränke aus der Steiermark und man kann direkt bei den Produzenten und Bauern Kürbiskernöl, Vulkanland-Schinken, Äpfel uvm. einkaufen.

Für Familien gibt es außerdem die Möglichkeit, einen eigenen Drachen zu basteln und ihn danach gleich auf der großen Wiese steigen zu lassen. Und weil die Umgebung so schön ist, verbinde ich das Kürbisfest auch immer gleich mit einem Spaziergang. Rund um den Himmel kannst du wunderbar durch die Weinberge oder noch weiter Richtung Cobenzl spazieren, einen tollen Blick über Wien inklusive.

DATUM:
Sa, 24. bis Mo, 26. Oktober 2026
10 – 18 Uhr
ADRESSE:
Am Himmel, Himmelstraße 125, 1190 Wien
EINTRITT:
gratis
ANREISE:
am besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln, da es nur wenige Parkplätze gibt
U4 bis Heiligenstadt, 38A bis Cobenzl, und ca 10 – 15 Minuten Fußweg

6. Ein Herbsttag in den Weinbergen

Bleiben wir gleich in der Gegend, denn auch die Wiener Weinberge gehören für mich unbedingt zum Herbst in Wien. Wusstest du, dass Wien die einzige Großstadt der Welt ist, in der innerhalb der Stadtgrenzen nennenswert Wein angebaut wird?

Besonders gerne mag ich den Nussberg in Döbling. Eine meiner liebsten Routen führt vom Kahlenberg hinunter durch die Weinberge. Unterwegs bei einem der Heurigen einzukehren, zwischen den Weinreben zu sitzen und danach weiter durch die Weinberge zu spazieren, gehört für mich zu den schönsten Dingen, die man an einem sonnigen Herbsttag in Wien machen kann. Dazu kommt noch der tolle Blick über die Stadt. Ich finde es jedes Mal wieder so besonders, dass man hier mitten in Wien ist und trotzdem so ein bisschen das Gefühl von Urlaub bekommt.

Meine Lieblings-Buschenschanken am Nussberg:

1. Wieninger am Nussberg
Eichelhofweg 125
Donnerstag 14 – 22 Uhr, Freitag und Samstag 12 – 22 Uhr, Sonn- und Feiertag 11 – 22 Uhr

2. Feuerwehr Wagner am Nussberg
Eisernenhandgasse 17
Öffnungszeiten

3. Mayer am Nussberg
Kahlenberger Straße 213
Donnerstag bis Freitag ab 14 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag ab 12 Uhr

Nicht am Nussberg, aber auch sehr schön gelegen:

4. Hans und Fritz am Steinberg
Krapfenwaldgasse 17
Freitag: 16 – 22 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag: 12 – 22 Uhr, Montag: 16 – 22 Uhr

Ein weiterer Tipp von mir ist die Buschenschank Esse. Sie liegt richtig idyllisch und hat für mich fast ein bisschen Toskana-Feeling. Es gibt ausschließlich Plätze im Freien und die Buschenschank ist nur an ausgewählten Wochenenden geöffnet, deshalb solltest du vorher unbedingt in den aktuellen Kalender schauen.

Und natürlich musst du für einen Spaziergang durch die Wiener Weinberge nicht unbedingt zum Nussberg. Auch in Neustift am Walde kann man wunderbar durch die Weinberge spazieren und anschließend bei einem der Heurigen z.B. entlang der Rathstraße einkehren. Stammersdorf ist eine weitere schöne Möglichkeit, Weinberge, Kellergassen und einen Besuch beim Heurigen miteinander zu verbinden.

MEIN TIPP: Am 26. und 27. September 2026 findet der jährliche Wiener Weinwandertag mit vier Routen in vier verschiedenen Bezirken statt. Entlang der Strecken kannst du bei Heurigen und weiteren Pausen-Stationen Weine und regionale Schmankerl genießen. Hier findest du die Broschüre mit den Routen und allen Informationen.

7. Durch den Lainzer Tiergarten zur Hermesvilla

Auch, wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, der Lainzer Tiergarten ist kein Zoo, sondern ein riesiges Erholungsgebiet am westlichen Stadtrand von Wien. Tiere leben dort trotzdem, unter anderem Rehe und Wildschweine. Ich selbst bin bei meinen Besuchen aber noch keinem begegnet. Früher gab es hier übrigens ein kleines Wildtiergehege, das mittlerweile aber aufgelassen wurde.

Ich starte immer am liebsten beim Lainzer Tor und gehe von dort zuerst Richtung Hermesvilla. Durch den Wald ist es ein gemütlicher Spaziergang von ungefähr 15 Minuten. Beim Lainzer Tor gibt es übrigens einen (wenn auch kleinen) Parkplatz und WC-Anlagen und der Bus 56B hält dort.

Die Hermesvilla selbst gehört für mich zu den meinen Lieblingsorten in Wien. Kaiserin Elisabeth bekam sie von ihrem Mann Kaiser Franz Joseph geschenkt, der hoffte, sie damit länger in Wien halten zu können. Ich setze mich hier im Garten einfach gerne auf eine Bank und versuche mir vorzustellen, wie es hier zur Zeit von Sisi ausgesehen hat. Der Außenbereich der Villa ist übrigens zu den Öffnungszeiten des Lainzer Tiergartens immer frei zugänglich, ich empfehle dir einmal um das Gebäude zu gehen, auch die Rückseite mit dem Brunnen ist sehr interessant. Aktuell wird das Gebäude renoviert und ist zum Teil eingerüstet, aber sehenswert finde ich es trotzdem.

Wenn du noch mehr sehen möchtest, kannst du auch die Innenräume der Hermesvilla besichtigen, das allerdings nur mit einem Ticket und nur am Wochenende bis Ende September. Dort bekommst du einen Einblick in das Leben des Kaiserpaares und kannst u.a. das Turnzimmer und das Schlafzimmer besichtigen.

MEIN TIPP: Jeden ersten Sonntag im Monat (erst wieder ab Mai) ist der Eintritt in die Innenräume der Hermesvilla kostenlos. Für alle unter 19 Jahren ist der Eintritt generell gratis.

Wenn ich nach der Hermesvilla noch Lust auf einen längeren Spaziergang habe, gehe ich meistens nicht direkt wieder zurück zum Lainzer Tor. Stattdessen spaziere ich weiter durch den Wald, vorbei am St. Veiter Tor, bis zum Wiener Blick. Dort wartet eine große Wiese mit einem richtig schönen Blick über Wien. Natürlich kannst du die Runde auch noch verlängern und weiter durch den Lainzer Tiergarten wandern.

ÖFFNUNGSZEITEN:
– Lainzer Tiergarten
Ganzjährig täglich ab 8 Uhr geöffnet
Die Schließzeiten sind je nach Jahreszeit unterschiedlich.
– Hermesvilla
Wintersperre: 1. Oktober bis 1. Mai
sonst Freitag bis Sonntag: 10 – 17 Uhr
EINTRITT:
– Lainzer Tiergarten: kostenlos
– Hermesvilla (Innenräume):
Erwachsene: 8 €
Ermäßigt: 6 €
Gratis für alle unter 19 Jahren
Gratis an jedem ersten Sonntag im Monat
ANREISE:
– Mit dem Auto: Zum Beispiel zum Lainzer Tor in der Hermesstraße. Dort gibt es einen kleinen Parkplatz, der am Wochenende allerdings schnell voll sein kann. Unter der Woche gilt die Kurzparkzone.
– Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Zum Beispiel mit dem Bus 56B von der U4-Station Hietzing bis zum Lainzer Tor oder mit dem Bus 54B von der U4-Station Ober St. Veit bis St. Veiter Tor.

8. Ein gemütlicher Nachmittag in einer Buchhandlung

Ein kalter, nebliger Herbsttag, eine kleine Buchhandlung, ein bisschen stöbern und es sich vielleicht sogar mit einem Buch und einer Tasse Tee oder Chai Latte gemütlich machen. Klingt doch nach einem wirklich perfekten Nachmittag!

Wien hat einige richtig schöne Buchhandlungen, in denen man wunderbar Zeit verbringen kann. Besonders gerne mag ich z.B. Mi’s Booknook, die Buchauswahl ist genau mein Geschmack und die süßen Fensternischen sind einfach perfekt um es sich dort mit einer Tasse Tee gemütlich zu machen und zu lesen oder einfach die Ruhe zu genießen. Auch die Buchhandlung Analog in der Otto-Bauer-Gasse ist ein richtig schöner Ort, neben dem Bücherangebot mag ich dort vor allem das Ambiente. Man wird oft mit einer Tasse Tee empfangen und dann geht es für mich auch schon die Treppe hinauf (entlang derer man auch schon immer tolle Exemplare findet) und ich schmökere dann gerne oben in dem kleinen Raum. Und das Buchcafé Melange gehört für mich ebenfalls zu den ganz besonderen Buchhandlungen in Wien.

MEIN TIPP: Du möchtest noch mehr schöne Buchhandlungen in Wien entdecken? Meine liebsten stelle ich dir in einem eigenen Artikel vor.

9. Die Lange Nacht der Museen

Im Herbst ist für mich auch die Zeit gekommen, wieder öfter einen Nachmittag im Museum zu verbringen. Eine besondere Gelegenheit dafür ist jedes Jahr die Lange Nacht der Museen. Am 3. Oktober 2026 öffnen zahlreiche Museen in ganz Österreich von 18 bis 24 Uhr ihre Türen und du kannst sie mit nur einem Ticket besuchen.

Ich finde es vor allem schön, dass man dabei nicht nur die großen und bekannten Museen besuchen kann, sondern auch einmal Orte ausprobieren kann, die man sonst vielleicht gar nicht auf dem Schirm hätte. Dabei sind natürlich Klassiker wie das Kunsthistorische Museum, die Albertina oder das Belvedere. Gleichzeitig kannst du aber auch kleinere und etwas ungewöhnlichere Museen entdecken, zum Beispiel die Klimt Villa oder das Schneekugelmuseum. Außerdem gibt es besondere Veranstaltungen in den Museen und in manchen Museen auch ein Kinderprogramm.

MEIN TIPP: Überlege dir vorher ungefähr, welche Museen du gerne sehen möchtest, und stelle dir eine kleine Route zusammen. Nimm dir dabei nicht zu viel vor, sonst hetzt du nur von einem Museum zum anderen. Die Liste der teilnehmenden Museen findest du online, ein Booklet mit allen Informationen bekommst du außerdem in den teilnehmenden Museen. Bei vielen der bekannteren Museen und Ausstellungen kann es an diesem Abend allerdings ziemlich voll werden und bei einigen Orten wie z.B. bei Mythos Mozart oder dem Stadtpalais Liechtenstein solltest du mögliche Wartezeiten einplanen.

DATUM:
Samstag, 3. Oktober 2026
18 – 24 Uhr
EINTRITT:
Erwachsene: 19 €
Ermäßigt: 16 €
Kinder bis 12 Jahre: gratis
Das Ticket gilt in Wien von 17 Uhr bis 00.59 Uhr als Fahrschein!
ADRESSE:
Museen in ganz Österreich

10. Feste und Veranstaltungen im Herbst in Wien

Gerade im Herbst und da ganz besonders im September und Oktober gibt es in Wien unglaublich viele Veranstaltungen. An manchen Wochenenden weiß man wirklich gar nicht wo man zuerst hingehen soll. Und ich finde, es ist eigentlich für jeden etwas dabei. Für Familien gibt es z.B. den Tag des Sports, das Feuerwehrfest, das Mistfest oder das Sicherheitsfest. Musikfans können zum Opern Air oder zum Musicalfest.

Für alle, die Wien einmal von einer anderen Seite kennenlernen möchten, gibt es den Tag des Denkmals, Open House Vienna oder die Lange Nacht der Museen. Wer gerne feiert, dem wird die Wiener Kaiser Wiesn gefallen und Schnäppchenjäger können sich auf die diversen Flohmärkte wie z.B. den Flaniermarkt in der Neubaugasse oder den „IKEA-Westbahnhof Flohmarkt“ freuen. Und natürlich gibt es auch Veranstaltungen, die einfach perfekt zum Herbst passen, wie die Herbsttage, das Kürbisfest am Himmel oder das Teefestival.

MEIN TIPP: Wenn du wissen möchtest, was im September in Wien los ist, findest du viele weitere Veranstaltungen in meinem Beitrag: Events in Wien im September 2026.

11. Ein Herbstspaziergang durch den Schlosspark Schönbrunn

Ein Spaziergang durch den Schönbrunner Schlosspark gehört für mich zu den Dingen, die ich eigentlich zu jeder Jahreszeit gerne mache und damit natürlich auch im Herbst. Die Alleen mit den schön geschnittenen Bäumen verwandeln sich dann teilweise in richtige Tunnel aus gelben und braunen Blättern. Dazu das Rascheln unter den Füßen und die vielen Statuen und Brunnen, an denen man beim Spazieren immer wieder vorbeikommt, ich finde, das gibt dem Schlossgarten im Herbst eine ganz eigene Stimmung.

Und auch wenn Schönbrunn natürlich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Wiens und entsprechend bei vielen Touristen beliebt ist, kannst du hier wunderbar spazieren gehen. Der Schlossgarten ist weitläufig und kostenlos zugänglich, sodass ich bei meinen Besuchen meistens gar nicht nur beim Schloss bleibe.

Meine liebsten Wege und Plätze im Schönbrunner Schlosspark

Vom Neptunbrunnen durch die Alleen
Einer meiner liebsten Spaziergänge führt vom Neptunbrunnen aus nach rechts durch die Rustenallee mit ihren schönen gelben „Blättertunneln“, an der Außenmauer des Tiergartens entlang. Zwischendurch kannst du immer wieder in die kleinen Wege abbiegen. Folgst du der Allee weiter, kommst du auch zur Gegend um das Palmenhaus, zu der ich gerne einen Abstecher mache.

Kronprinzengarten
Auf der Rückseite des Schlosses gibt es ein kleines Detail, das ich im Herbst besonders mag: Der rote Wein an der Außenseite des Kronprinzengartens. Der Eintritt in diesen Garten selbst (nicht in den Schöbrunner Schlosspark generell!) ist kostenpflichtig und er ist nur bis 2. November geöffnet. Für den schönen Anblick musst du aber gar nicht hinein, die roten Blätter kannst du auch von außen sehen.

Hinauf zur Gloriette
Wenn ich in Schönbrunn bin, gehe ich eigentlich fast immer auch hinauf zur Gloriette. Von dort oben hast du einen traumhaften Blick über Wien, das Schloss und die Gärten.

Meidlinger Tor
Auch vom Meidlinger Tor aus kannst du gut in den Schlossgarten starten. Das alte schmiedeeiserne Tor und der Blick auf die herbstlichen Bäume sind ein richtig schöner erster herbstlicher Eindruck.

Römische Ruinen, Obeliskbrunnen und Najadenbrunnen
Neben den bekannten Orten gibt es in Schönbrunn noch einiges mehr zu entdecken. Die Römische Ruine und der Obeliskbrunnen sind auf jeden Fall einen Abstecher wert. Und auch beim Najadenbrunnen würde ich kurz stehen bleiben. Mit dem Schloss im Hintergrund ist er ein richtig schönes Fotomotiv.

12. Gemütliches Shoppen bei Maisonette

Das Maisonette in der Neubaugasse gehört zu meinen liebsten kleinen Geschäften in Wien. Ich gehe hier immer wieder gerne vorbei, weil es so viele schöne Dinge zu entdecken gibt: Notizbücher, Puzzles, Postkarten, Kerzen, Sticker, Haarklammern und noch vieles mehr. Ich könnte mich hier jedes Mal wieder ewig umschauen und meistens kommt dann auch etwas mit nach Hause.

Im Oktober wird es bei Maisonette immer noch ein bisschen gemütlicher: Von 2. bis 31. Oktober findet dort „Cozy Autumn at Maisonette“ statt. Das Geschäft wird passend zum Herbst dekoriert und es gibt kleine Details und Aktionen rund um die Jahreszeit. Dazu gehören unter anderem ein Pumpkin Patch, eine Bookswap Library, man kann eine Postkarte direkt dort schreiben und aufgeben und es gibt verschiedene Events, die an bestimmten Tagen stattfinden wie z.B. den Cinnamon Roll Day, eine Embroidery Station oder eine Hairclaw Charm Bar.

13. Herbststimmung in Wiens Parks und Gärten

Wer mir auf Instagram folgt, weiß vielleicht schon, wie gerne ich die Wiener Parks und Gärten mag. Zum Glück haben wir hier in Wien wirklich viele davon und jeden mag ich aus einem ganz unterschiedlichen Grund. Hier kommen ein paar, die ich im Herbst besonders gerne besuche:

Burggarten
Besonders angetan hat es mir der Burggarten, eigentlich zu jeder Jahreszeit (ja sogar im Winter war er im letzten Jahr mit dem Schnee wunderschön). Mitten in der Innenstadt, umgeben von einigen der schönsten historischen Gebäude Wiens. Ich mag es, hier einfach ein bisschen herumzuschlendern, mich auf die Wiese zu setzen und an einem sonnigen Herbsttag noch ein paar Sonnenstrahlen zu genießen. Wenn es das Wetter zulässt, kann man auch noch ein letztes Mal im Freien vor dem Palmenhaus sitzen.

Ein besonderes Highlight kannst du hier in den frühen Morgenstunden erleben: Mit etwas Glück begegnest du den berühmten Lipizzanern bei ihrem Morgenritt. Sie kommen aus der Hofburg, reiten am Palmenhaus vorbei durch den Burggarten und grasen danach auf der kleinen Wiese rechts vom Mozartdenkmal. Das ist für mich jedes Mal aufs Neue ein richtig tolles Erlebnis.

MEIN TIPP: Von 9. bis 11. Oktober 2026 finden im Burggarten die Wiener Herbsttage statt. Rund um das Palmenhaus und davor dreht sich dabei alles um Garten, Pflanzen und Herbst: Es gibt unter anderem eine Obstsortenausstellung, Apfelsortenbestimmung, Gartentipps sowie verschiedene Aussteller aus den Bereichen Pflanzen, Handwerk, Garten und Kulinarik.

Augarten

Auch der Augarten gehört für mich zu den schönen Orten für einen Herbstspaziergang. Hier kannst du einfach ein bisschen durch den weitläufigen Park schlendern und, wenn die Sonne noch scheint, auf einer Bank sitzen und die letzten warmen Herbsttage genießen.

Wenn du schon dort bist, kannst du den Spaziergang auch mit einem Besuch der Manufaktur Augarten verbinden. Dort gibt es ein Museum und natürlich kannst du dir auch das bekannte Augarten-Porzellan anschauen.

Belvedere Schlossgärten

Die Gärten des Schlosses Belvedere mag ich besonders wegen der Aussicht, die man vom oberen Teil auf Wien hat. Aber ich spaziere dann auch gerne den Garten hinunter bis zum Unteren Belvedere. Links vom Oberen Belvedere gibt es übrigens ein paar Bäume, die mit ihren gelben Blättern zusammen mit dem Gebäude ein besonders schönes Fotomotiv ergeben (siehe Foto unter der Überschrift zu Punkt Nr. 13).

Pötzleinsdorfer Schlosspark

Wenn du einmal ein bisschen aus der Inneren Stadt hinaus möchtest und Lust auf einen längeren Spaziergang hast, kann ich dir den Pötzleinsdorfer Schlosspark empfehlen.

Ich starte am liebsten beim Haupteingang und gehe von dort den Weg auf der rechten Seite entlang. Unterwegs kommst du an vier Statuen vorbei, das sind die Figuren des ehemaligen Wiener Ringtheaters. Sie haben den Brand des Theaters überstanden und stehen heute verteilt im Park. Auch einen kleinen Tempel gibt es hier. Gerade im Herbst kann es an dieser Stelle zwischen den alten Bäumen eine richtig schöne, fast ein bisschen mystische Stimmung haben.

14. Herbstzeit ist Marktzeit

Auch die Wiener Märkte gehören für mich zu einem perfekten Herbsttag. Ich mag es, einfach ein bisschen durch die Stände zu schlendern, mir etwas zu essen zu holen und wenn die Sonne scheint, kann man an vielen Märkten auch im Herbst noch draußen sitzen und einfach ein bisschen das Marktleben beobachten.

Meine liebsten Märkte in Wien

Kutschkermarkt

Der Kutschkermarkt in Währing ist eher klein, dafür mag ich die entspannte Atmosphäre dort besonders gerne. Ich komme gerne zum Frühstück ins Café Himmelblau, bevor ich noch ein bisschen durch die Marktstände schlendere. Danach kannst du den Spaziergang auch gleich auf der Währinger Straße fortsetzen und ein bisschen durch die Geschäfte bummeln.

Karmelitermarkt

Auch den Karmelitermarkt im 2. Bezirk mag ich sehr gerne. Am Wochenende findet hier einer der größeren Bauernmärkte Wiens statt. Unter der Woche ist es hier deutlich ruhiger, dafür kannst du den Marktbesuch gut mit einem Frühstück oder Mittagessen in einem der Lokale rund um den Markt verbinden.

15. Eine gemütliche Café-Pause

Ich mag am Herbst besonders diese Tage, an denen es noch angenehm warm ist, aber die große Sommerhitze vorbei ist. Dann sitze ich besonders gerne noch draußen, genieße die Sonne und habe gleichzeitig schon ein bisschen dieses Herbstgefühl. Aber auch die nebligen, kühlen Tage werden durch einen Café-Besuch gleich viel besser. Diese Cafés mag ich dafür besonders gerne:

Calienna
Mitten in der Neubaugasse und trotzdem umgeben von Pflanzen kannst du es dir im Calienna gemütlich machen. Das Café ist nämlich gleichzeitig Pflanzengeschäft und Concept Store. Ich lege hier immer gerne eine kleine Pause ein, wenn ich in der Gegend unterwegs bin.

Café Camelle
Der Innenbereich des Café Camelle ist zwar nicht besonders groß, dafür umso gemütlicher. Besonders schön finde ich die kleine Fensternische, von der aus man gemütlich sitzen und das Herbstwetter draußen beobachten kann. Und sollte es im Herbst noch einmal wärmer sein, gibt es auch einen großen und ruhigen Gastgarten.

Café November
Nur ein paar Schritte vom Karmelitermarkt entfernt, findest du das Café November. Ein richtig süßes, kleines Lokal, das für mich unheimlich gut zum Herbst passt. Die Einrichtung ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet, besonders das Regal voller Tassen fand ich so schön. Dazu gibt es selbstgemachte Kuchen, die mir richtig gut geschmeckt haben.

Josua Coffee
Auf der Gumpendorfer Straße findest du dieses kleine Café, das mir mit seiner besonderen und sehr stylischen Einrichtung sehr gefällt. Es gibt selbstgemachte Kuchen und anderes Süßes sowie verschiedene Specialty Coffees, aber auch Matcha und Chai Latte.

Bonus: Und plötzlich steht Weihnachten vor der Tür

Kaum hat man sich an den Herbst gewöhnt, öffnen in Wien auch schon die ersten Weihnachtsmärkte. Anfang November geht es schon los. Den Anfang macht am 6. November 2026 der Weihnachtsmarkt vor dem Schloss Schönbrunn. Dann folgen nach und nach die anderen Märkte, zum Beispiel der Christkindlmarkt am Rathausplatz am 13. November.

Wenn du schon einmal einen Blick auf die Weihnachtszeit in Wien werfen möchtest, findest du viele Tipps in meinem Beitrag: „Die 15 besten Dinge, die du in Wien zur Weihnachtszeit machen kannst“.

Deine Meinung ist mir wichtig

Hast du Fragen oder Anregungen? Hinterlasse mir einen Kommentar.



* Pflichtfelder


Das könnte dir auch gefallen